Kältekammer

Studien konnten bisher keinen Hinweis auf eine Wirksamkeit können belegen. Die Gründe für die fehlende Aussagekraft der Studien sind vielfältig: Vor allem untersuchten sie viel zu wenige Testpersonen, um zu einem verlässlichen Ergebnis kommen zu können. Wie häufig diese und möglicherweise weitere Nebenwirkungen sind, lässt sich nicht seriös schätzen – dazu ist die Aussagekraft der Studien zu gering. Eine Alternative zur geschlossenen Kältekammer ist die „Kryosauna“: ein oben offenes, tonnenförmiges Gerät, das um den Körper geschlossen und mit dem Dampf von flüssigem Stickstoff gefüllt wird. Nach Durchsicht der Studienlage gab sie eine Warnung vor unbewiesenen Heilsversprechen aus: Kein einziges Gerät sei offiziell für eine therapeutische Behandlung zugelassen und keine der Behauptungen, egal ob von medizinischen oder von Wellness-Einrichtungen, sei derzeit wissenschaftlich abgesichert. Kältebehandlungen mittels Eislolly oder Kühlkompressen lindern Schmerzen, vermindern Schwellungen und reduzieren vermehrte Einblutungen ins Gewebe, zum Beispiel nach Verletzungen, Unfällen oder Operationen. Für das Kälte-Training gibt es keine Altersbeschränkung und es eignet sich zum Abnehmen, z. B. kombiniert mit einem Ernährungsprogramm speziell für Cryosizer entwickelt von der TU München, ebenso wie zur Stärkung des Immunsystems oder zur Linderung von Schmerzen und zur Behandlung chronischer Erkrankungen.

Studien belegen, dass sich der Körper nach einem harten Training oder Wettbewerb dank Kältekammer schneller regeneriert und Verletzungen – auch nach Operationen – schneller heilen und weniger Narben bilden. Mittlerweile gibt es in jeder größeren Stadt eine Eistonne oder eine Ganzkörper-Kältekammer sowohl in eigenen Kälte-Studios als auch integriert in Fitness-Studios oder kombiniert mit anderen Fitness-Programmen wie z. B. EMS Training. „Die Kälte ist ein physiologischer Reiz, den wir über bestimmte Thermorezeptoren der Haut wahrnehmen“, erklärt Feist. Auch in der Sportmedizin findet die Kryotherapie Anwendung, vorrangig zur Leistungssteigerung und Regeneration. Die Therapie kann aber auch, wenn regelmäßig in Serie angewendet, einen langanhaltenden schmerzlindernden Effekt haben“, so Feist. Speziell bei stationärer Aufnahme habe sich die serielle Anwendung – zwei Mal täglich, kurz nach dem Aufstehen und noch einmal nachmittags – durchgesetzt, weil sie sich als besonders effektiv erwiesen hat: „Diese sogenannte Komplextherapie oder auch multimodale Schmerztherapie ist eine Kassenleistung, gerade zur Behandlung therapieresistenter Patienten, bei denen man mit Medikamenten allein nicht zurechtkommt oder bei denen man das Ziel hat, die medikamentöse Therapie abzubauen“.

Von luxadmin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.